Minimale Rückstände von Holz und Sytropor sind an der Außenhaut verblieben. Den Stoß von Außenwand und Decke habe ich mit Sikaflex abgedichtet - sicher ist sicher. Jetzt kann es losgehen, Dachlatten, Winkel, Flachverbinder und Montagekleber besorgen und dann loslegen mit Ausmessen, Sägen und die neue Lattung anbringen.


Großeinkauf in meinem Lieblingsladen (Baumarkt) erledigt:-) Leider habe ich die Originalstärke der Dachlatten nicht bekommen, die neuen Latten sind ca. 3mm "dicker". Mal sehen, ob mich das später noch vor Probleme stellen wird. Der Perfektionist würde jetzt natürlich sämtliche Latten hobeln, bis sie die exakte Stärke erreicht haben. Mir ist das für den Nutzen definitiv zu viel Aufwand, also bleiben die Latten so wie sie sind. Nächstes Problem werden die Styroporplatten werden, diese haben exakt die Maße der Originalplatten, deshaöb werde ich mir etwas zur Verstärkung einfallen lassen müssen, um bündig auf die neuen Latten zu kommen.

Voilà, sieht doch schon wieder richtig gut aus! Die komplette Seite ist fertig! Die Bauzeit betrug insgesamt gut 2 Tage (jeweils von Nachmittags an, nach der Uni). Arbeiten mit Holz liebe ich, war eine sehr angenehme Schafferei und ich dementsprechend gut rauf, natürlich auch angesichts des Ergebnisses:-)

Leidig war aber mal wieder das alleine arbeiten müssen. ich habe gefühlte 100 km zurückgelegt an diesen Tagen. Ins Womo rein, ausmessen - raus Latte suchen, vielleicht passt ja ein Reststück, damit man bzw. Frau möglichst wenig verschnitt hat:-) Dann Anzeichnen, sägen, wieder ins Womo rein - passt dann ist gut, passt nicht, wieder raus, nachsägen, wieder rein, usw.... Dann natürlich gleich festschrauben, sobald man eine Latte passend gesägt hat, damit man das exakte Maß für die nächste Latte hat.

Auf dem Bild oben sieht man schön vorne das Abwasserrohr unter dem Küchenfenster, der das dicke geriffelte Rohr daneben ist der Heizungsschlauch, der später wieder am Boden entlang verlegt wird und hier nur aus Platzgründen senkrecht nach oben zeigt. Der runde Koloß ganz rechts im Bild ist der Boiler mit einem Fassungsvermögen von 14 Litern. Die beiden Wasserschläuche hinten im Bild, welche rechts in der Wand verschwinden, sind die Warm-und Kaltwasserleitungen der Dusche, Die Wand ist die Abtrennung zum Bad. Diese konnte leider nicht entfernt werden, allerdings wurde die von der Außenwand losgeschraubt, um dahinter neue Latten zu verlegen. 


Die Bilder der neuen Verlattung und Füllung habe ich in eine kleine Bildergalerie gepackt.

Auf den letzten 3 Bildern sieht man grüne Platten, die ich auf die Styroporplatten geklebt habe. Hierbei handelt es sich um Trittschalldämmung für Laminat, welche noch aus Zeiten des Hausbaus stammt. Dieser Schritt war nötig, damit meine Dachlatten und die Füllung gleich "dick" sind. Ihr erinnert euch, die Styroporplatten waren 0,3mm dünner als die Balken. So bin ich dann auf eine Höhe gekommen.

Endlich habe ich es geschafft, die Trittstufe im Eingangsbereich zu erneuern. Es wurde wirklich zeit, denn auch hier war alles Holz nass und modrig. Durch das viele rein und raus wurde die alte Stufe für ihre Verhältnisse völlig überstrapaziert. Jedesmal beim Ein-oder Aussteigen dachte ich, das war der letzte Schritt, beim nächsten Mal kracht sie.

Bevor schlimmeres passieren konnte, bin ich über sie hergefallen.

Und auch hier ist es wieder kaum zu glauben, das Ding wackelt und bröselt, aber um die Stufe rauszukriegen muss man sämtliche Kräfte mobilisieren und letztendlich rohe Gewalt anwenden...

Hier seht ihr die neue Stufe und den alten PVC :-)

Es ist der 30.07.2014 und das Wetter macht nicht das was es soll. Es ist grau, nass, kalt und regnerisch. Überhaupt nicht das, was ich bei meinem Umbau gebrauchen kann. Vor allem, weil mir mal wieder die Zeit im Nacken sitzt: meine Bearbeitungszeit für die Abschlussarbeit hat begonnen, Ende September habe ich Abgabetermin. Und ein Urlaub mit der Familie ist in diesem Zeitraum auch noch fällig. Mein Zeitplan sieht wie folgt aus:

1. und 2. Augustwoche: Wohnmobil und zwischendurch Literaturrecherche für die Uni

2. und 3. Augustwoche: Urlaub, Arbeitsmaterial für die Uni ist im Gepäck

September: KEIN WOMO, sondern nur Arbeit schreiben

Mal sehen, wie ich damit zurecht komme, aber jetzt habe ich ja noch 2 volle Wochen und in denen muss ich erst mal sehen, wie ich mit dem Wetter zurecht komme... Eigentlich waren Streicharbeiten angesetzt. Aufschieben? Niemals! Also muss Frau sich was einfallen lassen, die Markise ist ja leider immer noch demontiert...

Ähm ja, ich glaube das habe ich bisher vergessen zu erwähnen, sämtliches möchtegern "Teakholz" (so wird es im Prospekt beschrieben*g*) soll weiß werden. Viel Arbeit, ich weiß:-) Hier wird schon fleißig gepinselt. Nachdem ein erster Probeanstrich mit Weißlack ziemlich unbefriedigend ausgefallen ist (kaum Deckkraft), habe ich für den ersten Anstrich weiße Wandfarbe hergenommen.

Aber erst einmal darf ich mich wieder auf einen Rückschlag gefasst machen: Ich hatte schon eine leise Vorahnung, habe es aber dennoch versucht... Und bin eines besseren belehrt worden. Der Flüssigkunsttoff verträgt sich nicht mit Dekalin - der ausgehärtete Kunststoff ist porös und bröckelt.

Also alles auf Anfang und den ganzen Sch... wieder runterkratzen.


So, es wird endlich wieder Zeit für eine erfreuliche Arbeit, ich brauche neue Motivation. Nächtster Punkt wird die Umgestaltung des Bads sein. Darunter fallen ein neuer "Belag" für die Wände, neue Möbel bzw. alte Möbel streichen. Des Weiteren muss der Boden im WC-Bereich repariert werden, hier deuten sich die ersten Risse in der Plastikwanne an.

Hier gehts weiter mit der Badrenovierung.