Den Innenraum verschönern

Der Wohnraum ist das Herzstück eines jeden Wohnmobils, hier spielt sich ein Großteil des Wohnmobillebens ab. Dementsprechend wichtig war und ist dieser Teil des Ausbaus für mich.

Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich ein absoluter "Wohnästhet" bin, ich brauche ein schönes Ambiente mit aufeinander abgestimmten Farben um mich herum.

Der ein oder andere Herr wird diesbezüglich jetzt vielleicht den Kopf schütteln:-)


Die vorerst wichtigsten Arbeiten waren Wände verkleiden und Möbel streichen, die nicht ausgebaut wurden.

Letzter Stand bzgl. der Wände war, dass ich die Styroporplatten und die Trittschalldämmung (ähem...) angebracht habe.

Jetzt erfolgte die Verplankung mittels Holzplatten, welche man von Kleiderschrankrückwänden kennt.

Ich habe mich für MDF-Platten mit 3mm Stärke entschieden, da ich durch meine Latten sowieso schon etwas "stärkere" Wände habe als vorher. Die Platten habe ich direkt im Baumarkt auf die benötigte Länge schneiden lassen, eine gehörige Arbeitserleichterung. Dennoch waren die 1x2 m großen Platten ganz schöne Riesen - nicht schwer, aber unhandlich.

Das Verschrauben ging relativ zügig, sodass ich nach ca. einem halben Tag schon wieder fast eine "echte" Wohnmobil-Innenwand vor mir hatte:-)

Ich arbeite mal wieder schneller als ich fotografiere... Hier ist die neu verplankte Wand schon mit Kleister eingepinselt:-)

Es wartet wieder mal eine sehr unangenehme Arbeit: Glasfasertapete anbringen.

Schon beim Zuschneiden begebe ich mich in Lebensgefahr, die Kanten der Tapete sind messerscharf und schon nach kurzer Zeit sind meine Hände voller Kratzer und Ritzer. Aber ich habe mich tapfer durchfgekämpft, bis endlich alles hing...

Wenn man sich rein auf die Decke konzentriet und das Chaos ringsum einfach ignoriert, dann kann man beinahe von "schön" reden:-)


Aber es wird - laaaaaangsam. Wieder einen Schritt geschafft.

Mit neuem Schwung gehts jetzt den verbleibenden Möbel an den Kragen. Es wird getrichen auf Teufel komm raus:

1. Schicht Wandfarbe

2. Schicht Weißlack

3. Schicht Weißlack

Schneeweiß und wunderschön;-) Ich habe das Gefühl ich stehe in einem völlig anderen Wohnmobil - ein tolles Gefühl!!!

 

Allerdings ist die ganze Streichaktion nicht Spurenlos geblieben....

der alte Boden hat ziemlich gelitten:

Alternative 1:

den Boden so gut es geht schrubben und versuchen sämtliche Flecken zu entfernen

Alternative 2:

neuen Boden verlegen, der zum neuen Design passt


Ganz ehrlich?! Ich nehme letzteres:-)


Also auf zu Baumarkt & Co - ich brauche mal wieder PVC oder Vinyl, diesmal wirklich für den Boden.


Doch auch hier gestaltet sich die Suche wieder überaus schwierig, ich habe mir als Grundton grau in den Kopf gesetzt, passt super zu den weißen Schränken und den Bezügen.

Die Designs der Böden sind leider zu über 80% in Brauntönen - ich möchte kein braun mehr im Womo haben, es reicht, dass die Griffe der Schränke noch braun sind:-( Aber bei über 5 Euro das Stück ist mir das Wechseln ein zu teurer Spaß bei der Anzahl der Griffe.

Naja, letztendlich bin ich bei TEDOX fündig geworden, ein grauer Boden (Betonimitat). Und das ist das Prachtstück:

Großes Kopfschütteln ringsum, keiner konnte sich das wirklich in einem Wohnmobil vorstellen, eher für eine Garage oder einen Kellerraum. Ich habe ihn trotzdem verlegt - vielleicht sollte ich besser sagen ERLEGT, es erwuchs ein wahrer Kampf zwischen mir und der Rolle PVC. Dokumentation im Folgenden:


Noch harmlos der Anfang... aber dann ging es los...

Das Ungetüm sperrt sich und wehrt sich mit aller Kraft - ein verdammtes Gewicht hat so ein Stück "Plastikverschnitt", aber ich wollte den Boden an einem Stück verlegen, damit ich auf keinen Fall irgendwo ansetzen muss.


Und dann passierte auch noch das...

Ich krieg die Krise!!! Der Monsterboden hat eine GESCHLOSSENE Lackdose mitgerissen, sodass diese aufgesprungen ist, dann kam noch der Schraubi hinterher geflogen.... Hilfe!!! Eh schon schweißgebadet musste ich jetzt schnell sein, damit nichts unter die Sitzflächen läuft und mit Pinselreiniger wurde erstmal der Akkuschrauber von dem Schlotter befreit... ICH MAG NICHT MEHR!!!


Hier nochmal die Nahaufnahme - fast die gesamten 750ml Lack verteilt auf Boden und Akkuschrauber.


Aber irgendwann, nach einer ekligen Putzorgie und mit ganz viel Schweiß, wurde der Boden dann doch fertig (gemacht) *g* - das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Mit Vollendung dieses Arbeitsschrittes kann dann auch endlich die Küchenzeile wieder eingebaut werden. Aber vom Innenraum habe ich erstmal die Nase voll - es wird Zeit sich dem neuen Äußeren zu widmen.

Die Luzie habt ihr ja schon kennengelernt - hier seht ihr wie sie entstanden ist.