Kulinarische Experimente

Ich koche gerne - aber NIEMALS nach Rezept, noch nie.

( Da muss man sich ja an Vorgaben halten, einen Plan haben und es DAUERT... völlig unnötige Zeit, diese Unterbrechungen zum Nachlesen*g*)


Ich liebe Experimente, vor allem was das Kochen betrifft und meistens sehr erfolgreich.

Hier ein Einblick, was wir im Wohnmobil an manchen Tagen so anstellen:-)

Hähnchen - aus der Pfanne

"Fine, was willst du heute essen?" - "Hähnchen!!!" Jedes Mal die gleiche Antwort und jedes mal beim Einkaufen die gleiche Frage: "Mama, können wir heute Hähnchen machen?!"


Irgendwann war ich es satt und habe einfach eines mitgenommen... Auch wenn wir keinen Ofen haben, irgendwie muss das Tier jetzt verarbeitet werden...

Da liegt es nun auf unserem Tisch das gute Stück - in voller Größe und noch roh - leider...

Logischer Menschenverstand, dass man das Huhn halbieren sollte, damit es nicht ewig braucht. Ich wusste, ich würde die Gartenschere irgendwann für irgendetwas gebrauchen können:-)


Und dann ging's los:

Marinande machen und die beiden Hälften einstreichen.

Pfanne mit Öl erhitzen und das Fleisch schön anbraten. Schließlich den Deckel drauf und ca. 1 Std. bei kleiner Flamme brutzeln lassen.


Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen:


Die Haut war zwar nicht ganz so knusprig, wie aus dem Ofen, aber zum Glück auch nicht schlabbrig.

Und geschmacklich 1a.


Hähnchen im Wohnmobil geht also:-)

Allerdings braucht es seine Zeit.



Kuchen backen im Wohnmobil... ?!

Ja, das soll angeblich funktionieren. Dank dem Wundertopf "Omnia".

Schlappe 45 Euro kostet dieses Teil und nach langem Hin und Her habe ich ihn mir in Bad Tölz dann doch geleistet.


Seitdem fristet er sein Dasein in unserem Schrank. In Griechenland haben wir uns dann endlich die Zeit genommen, uns diesem Experiment zu widmen. Ich scheute mich bis dato vor der Sauerei im Wohnmobil...

In Deutschland habe ich in weiser Vorraussicht für diesen Zweck extra eine Backmischung gekauft, eine Investition, die ich unter "normalen" Umständen definitiv nicht tätige.


Und dann ging's los.


Die Backmischung - ich hoffe inständig, dass unser Ergebnis dem Foto auf der Packung auch nur annähernd ähnlich sein wird :-)

Da wir ja ohne Rührgerät unterwegs sind, habe ich erstmal die Gabel vom Salatbesteck missbraucht - doch noch sind wir weit entfernt von einem geschmeidigen Rührteig...


Eine Gabel hat sich als weitaus besseres Werkzeug zur Herstellung von Kuchenteig erwiesen, als das Salatbesteck. Wir kommen einem guten Ergebnis schon näher...

Und siehe da, nach nicht mal 10 Minuten ist unser Teig so, wie er sein sollte - fertig für die Kuchenform. Der erste Teil ist geschafft :-)