07.02.

Unsere Nacht in der Camper-Garage haben wir gut verbracht, trotz des kuriousen Umfeldes... Aber schon früh morgens verspühre ich die Aufregung - und die Fähre legt ja erst abends um 20 Uhr ab, also noch lange hin.

Wir verbringen den Tag mit "Warten" - Womo nochmal durchchecken, alles bestmöglich verstauen, man weiß ja nicht wie der Seegang sein wird. Fine spielt, malt und ist genauso aufgeregt wie ich selber.

Gegen mittag ist alles soweit fertig, die Tasche für die Nacht mit Bettzeug, Kissen, Hygieneartikel ist gepackt. Um 16 Uhr machen wir uns auf in Richtung Hafen, zum Check In. Hier geht alles ziemlich schnell von Statten, innerhalb von 20 Minuten haben wir unsere Tickets, ab 18 Uhr darf man auf die Fähre drauf. Wir suchen uns einen Parkplatz, ich versuche zu schlafen, vergebens. Irgendwann ist es dann doch endlich 18 Uhr und dann scheinen es alle ziemlich eilig zu haben. Mittlerweile ist es dunkel, ich orientiere mich an den LKW und hoffe einfach nur, dass ich richtig bin und alles gut geht,

06.02.

Heute geht es ab nach Brindisi. Erstmal zum Fährhafen, damit wir dort unser Ticket nach Patras kaufen. Am Fährhafen dann die freudige Überraschung: Unser Ticket für die Überfahrt kostet uns "nur" noch 176 Euro - laut Internet wären es 186 gewesen. Und wenn wir von Bari aus gefahren wären, dann wären es 270 Euro gewesen!

 

Zu guter letzt statten wir COOP noch einen Besuch ab, decken und mit gaaaaaanz viel Nudeln in den verschiedensten Farben und Formen ein, besorgen noch eine Vesper für die Überfahrt und dann gehts ab Richtung Stellplatz. Von außen gant anschaulich, von innen... seht mal selbst:-)

Knappe Sache mit dem Dach...
Knappe Sache mit dem Dach...
Womo-Stellplatz "Camper-Garage"
Womo-Stellplatz "Camper-Garage"
Der Anblick vor unserer Türe...
Der Anblick vor unserer Türe...

05.02.

Einbau der Batterie

Erst PLUS-Kabel abmachen, dann MINUS

Gegen nachmittag gehts weiter nach Ostuni. Eine Stadt, die mich sehr beeindruckt hat.

Hierzu eine kleine Bildergalerie: Ostuni - die weiße Stadt

04.02.

Ich hatte die letzten Tage schon den Verdacht, heute morgen hat er sich leider bestätigt... Gleich nach dem Aufstehen, habe ich mal die Spannung meiner vorderen Bordbatterie gemessen - nicht gut: 9,6 Volt... Und mein Bordcontrolcenter sagt fast leer, obwohl wir in Neapel 3 Tage am Strom hingen.

Hilft alles nix, es muss eine neue Batterie her. Das wird also leider der Plan für heute werden. Da weder Womo-Händler oder Bootservice in der Nähe sind, nehmen wir mit einem Baumarkt vorlieb. Diesen zu finden war selbst mit Google's Hilfe eine Glanzleistung. Der Süden Italien hinkt infrastrukturell dem Rest hinterher, das merkt man auch an der Baumarktdichte:-)

Aber: im Baumarkt kriegen wir keine Batterie, die gibt es dafür neben an im MEGA Einkaufscenter "Auchan". Ich kenne so etwas von Deutschland nicht, Vergleichbar mit unserem guten alten "WERTKAUF" bzw. jetzt ja WALMART, nur ungefähr 5x so groß... Wahnsinn

Gefühlte 3 Std. später und 100 Euro weniger verlassen wir den Giganten - fix und fertig. Sicherheitshalber besuchen wir nochmal den Baumarkt, besorgen Kabel und Klemmen, falls ich beide Batterien koppeln muss. Jetzt aber nur noch "heim" auf unseren Parkplatz in Castellana. Dort habe ich morgen Ruhe und kann die Batterie einbauen.

03.02.

Bari. Erwachen auf dem Abstellplatz für Wohnmobile. Die Nacht war ruhig und gut, trotzdem schauen wir, dass wir weiter kommen. Unser Boiler will immer noch nicht und ich hab keine Lust mehr mich mit ihm zu Ärgern, also ab zum nächten Womo-Händler. Nur der hat leider geschlossen:-(

Auf der Fahrt dorthin bekommen wir weitere Eindrücke von Bari - bei Tageslicht verstärkt sich mein ungutes Gefühl eher noch... Was wir sehen sind Prostituierte... rechts und links der Schnellstraße - und an ihnen vorbei der vollbesetzte Schulbus... Jetzt weiß ich auch, was das für Feuer gestern Nacht waren. Die Prostituierten wärmen sich daran.

Wir sehen Menschen, die in Schrottautos leben, zahlreiche tote Hunde an den Straßenrändern. Jetzt ist auch klar, warum sämtliche Plätze, die wir gestern Nacht angefahren sind, so gut abgesichert waren. Hohe Zäune, Mauern und sofort bei der Einfahrt grellt ein Alarm in ohrenbetäubender Lautstärke... Nein, Bari wird definitiv nicht unsere Stadt werden.

Wir fahren weiter die Küste entlang nach Polignano à mare, laut einer Bloggerin soll es hier wunderschön sein. Wir halten kurz an der Küste, aber hier ist nichts mit Sandstrand und Spielmöglichkeit für Fine, stattdessen steile Felsen.

Ich habe genug von Gefahr, Küste und Co und beschließe lieber Richtung Landesinneren zu fahren. Die stark umworbene Grotte von Castelane habe ich ins Auge gefasst, dort soll es auch einen Wohnmobilstellplatz geben.

Es wird bergiger, aber auch ländlich-idylisch, ich kann wieder aufatmen. Das war eine gute Entscheidung. Durch Castellana durch muss ich mich wieder durch engste Gassen quälen, weil mein Navi mal wieder nicht in der Lage ist, einfach die Hauptstraße zu wählen - aber schließlich erreichen wir doch den zur Tropfsteinhöhle gehörigen Parkplatz.  

Ein Olivenbauer, der nebenan seinen Baumschnitt entzündet versicherte mir, dass man hier sicher und gut stehen kann - Perfekt. Für heute haben wir wieder unseren Platz gefunden. Normalerweise kostet der Parkplatz hier 5 Euro die Nacht, da aber erst Februar ist und die Grotte nur Sonntags geöffnet ist, stehen wir gratis.

02.02.2015

Heute wechseln wir die Seiten - von Pompei geht's quer über den Stiefel rüber bis Bari. Von dort aus wollen wir dann die Fähre nach Griechenland nehmen. 


Es ist schon dunkel, als wir uns Bari nähern. Auf der Suche nach dem Stellplatz laut Internet verfahren wir uns. Auf einer Straße zwischen Obstbäumen halte ich, um in der Karte nach einer Alternative für die Nacht zu suchen. Da hält vor mir ein Wagen, ein Mann steigt aus und sagt "No no periculo periculo!!!" - ich will ihm erklären, dass wir hier überhaupt nicht vorhatten zu übernachten, aber das übersteigt meine Italienischkenntnisse... Aber der Mann ist super freundlich und zeigt uns den Weg zurück auf die Hauptstraße. Vorher noch unbedarft, ist mir jetzt schon ein bischen mulmig.

Nachdem 2 weitere "Stellplätze", eigentlich eher Wohnmobilneuwagenhändler geschlossen bzw. nicht zum Übernachten für Wohnmobile bereit waren, bleibt nur noch 1 letzte Möglichkeit in Bari. Eine Art bewachter Parkplatz für Wohnmobile - für 15 Euro, ohne Strom, Wasser, etc... Hilft ja nix, wir bleiben.

31.01.
Wir sind in Neapel angekommen. Pompei steht auf dem Programm. Direkt neben der Ausgrabungsstätte befindet sich der Campinplatz "Zeus" - unser Zuhause für die nächsten Tage. Wir werden mit stürmischem Wind und Regen begrüßt, brrr. Zeit für die ersehnte heiße Dusche:-)

30.01.

Die Nacht haben wir nochmal in Sperlonga verbracht, aber heute ging es dann wirklich weiter. Und damit es wirklich kein Zurück gibt, haben wir heute gleich ein großes Stück zurückgelegt. Wohin... das werdet ihr bald erfahren:-) Aber zur eigenen Sicherheit werden hier einfach keine aktuellen Aufenthaltsorte bekanntgegeben.

29.01.

Time to say Goodbye...

Heute wird ein komischer Tag werden, wir müssen uns von Antonio verabschieden - wir müssen, müssen nicht, wollen, wollen nicht Weiterfahren. Absolute Zwiegespaltenheit. Aber es muss sein. Wir treffen uns gegen 14 Uhr. Da wir alle noch nichts zu Mittag hatten, gehen wir in ein kleines "Lokal" am Hafen - eher ein etwas besserer Imbiss mit Stühlen und Tischen. Aber hier wird der fangfrische Fisch der Fischer serviert, und so schmeckt es auch, einfach genial. Und wieder weiß ich, warum ich diese Gegend so liebe. Ja auch des Fisches wegen, aber vor allem, weil alle hier so herzlich sind. Antonio war bisher nur ein einziges Mal dort essen, d.h. er kennt dort keinen. Dennoch fangen alle gleich ein Gespräch miteinander an, die Verkäuferin, die Küchenhilfe und einige ältere Herrschaften, die sich dort zum Kartenspielen treffen - und wir mittendrin:-)

Das Wetter ist furchtbar - nass und stürmisch, so als ob der Himmel auch weinen würde, dass wir gehen müssen. Wir fahren mit Antonios "Zuhause", seinem Firmenwagen rauf zum Anxus Tempel, hoch über Terracina - die Aussicht ist atemberaubend. Leider habe ich kein Foto gemacht, im Auto war es sooo gemütlich und draußen so kalt.

Ein schöner Abschluss unserer kurzen gemeinsamen Zeit jedenfalls.

ABER, wir haben uns nicht Goodbye, sondern "Auf Wiedersehen" gesagt - also bis zum nächsten Mal. Der Abschied fiel schwer, aber ihm offensichtlich noch schwerer:-)

Gleich abends noch, habe ich mir eine App zum italienisch lernen runtergeladen, ich habe ihm versprochen, dass ich das nächste Mal wenn wir uns sehen, italienisch sprechen werde - ich weiß, hohe Ansprüche:-) Aber dank Latein und einem gewissen Talent bin ich ziemlich optimistisch.

28.01.

Das bis dato super verdrängte Problem des defekten Boilers dringt wieder in die obersten Schichten meines Bewusstseins ein. Verdammt... Also gut, dann gehe ich das Problem mal an - wir brauchen die Dusche wirklich - dank ihr und natürlich dem Gasadapter sind wir zu 100% autark - bis auf ab und an mal die Batterie an den Strom hängen.

Erster Versuch: die Bedienungsanleitung: unter dem Punkt "rote LED leuchtet" steht ernsthaft "Störung" - ach was... ansonsten scheint es Truma nicht für nötig zu halten weitere Informationen hierzu preiszugeben.


Dann also Google: Aha, scheinbar kein unbekanntes Problem. Von daher eine Menge Lösungsansätze, ich bin guter Dinge. Erstmal Luft bzw. Abzug reinigen - das soll von außen machbar sein, indem man mit einem feinen Draht das kleine Röhrchen "durchputzt". Siehe da, es kommt eine Menge Dreck raus.

Allerdings war das nicht die Lösung meines Problems... die Störung ist weiterhin da. Verdammt.


Nächste Theorie, also Nr. 2: Restwasser, welches im Boiler eingefroren ist, hat den Behälter verformt... mir kommen ungute Gedanken, mir ist das Wasser in den Bergen von Trentino gefroren... für diese Reparatur ist ein kompletter Ausbau nötig... 

Gesagt getan, mit dem Ausbau kenne ich mich mittlerweile super aus, aber das Öffnen und das Innenleben des Boilers erschlißen sich mir nicht wirklich... ich lasse es lieber erstmal sein, bevor ich noch größeren Schaden anrichte.


Theorie 3: falscher Massekontakt bzw. falsche Polung - schließe ich aus, da der Boiler vor ein paar Tagen noch einwandfrei funktioniert hat.


Theorie 4: Irgendein Teil auf der Platine bzw. eine möglicherweise durchgebrannte Sicherung. Okay, das lasse ich mir noch eingehen, die Platine rauszubauen, zumindest so, dass man die Sicherung begutachten kann, ist kein Problem - Fazit: Sicherung ist völlig in Ordnung.


Mittlerweile habe ich fast 3 Stunden mit der Fehlersuche verbracht, ohne brauchbares Ergebnis. Ich bin gefrustet, genervt, möchte endlich WARM duschen und habe keinen Bock alles wieder zusammen zu bauen. Und wieder liegt überall Werkzeug. Zum Glück ist wieder heute wieder TOP und spielt völligst vertieft in "ihrer Ecke" - also dem hinteren Bett.

Da ich so unmotiviert bin, schraube ich den Boiler einfach nur fest, schließe das Gas wieder an und alles was "nicht zwingend notwendig" angebracht werden muss, wandert erstmal in eine Schachtel.

Jetzt geht's erstmal zum Strand, Fine hat geduldig daruaf gewartet, jetzt soll sie belohnt werden. Auch hier in Sperlonge finden wir einen tollen Parkplatz direkt am Meer.

Ganz in der Nähe befindet sich ein Campingplatz und da unsere Batterien sowieso dringend aufgeladen werden müssen, gönnen wir uns den Luxus einer sicheren Nacht und hoffentlich einer warmen Dusche:-)

Camping Agrimare - es war nicht ganz einfach dort einzuchecken. Schon im Netz habe ich gelesen, dass im Winter ein Code benötigt wird, der telefonisch zu erfragen ist. Blöd nur, wenn am anderen Ende der Leitung jemand sitzt, der weder deutsch noch englisch kann und ungeachtet meines Anliegens in italienisch auf mich einredet - mit Höchstgeschwindigkeit selbstverständlich. Es hatte keinen Zweck, ich musste einfach auflegen, um ihn zu unterbrechen.

Da standen wir nun, im Dunkeln dem Ziel so nah, doch vor verschlossenen Toren. ich gab dem Herrn 5 Minuten, dann probierte ich es erneut. Ich sagte nur "Numero" und "Camping Agrimare" - und siehe da, 4382 und Simsalabim, das Tor ging auf. Puh geschafft...

Dachte ich. Das nächste Problem zeigte sich an der Stromsäule - nachdem ich es geschafft hatte, die Luzie auf eine der relativ kleinen Parzellen mit Olivenbaumbestand ringsum zu zwängen. Millimeterarbeit mal wieder, und das im dunkeln.

Jedenfalls war alles richtig angeschlosssen, aber es kam kein Strom im Womo an... d.h. unsere sowieso schon strapazierten Batterien würden keinen Nachschub kriegen - KATASTROPHE. Scheiße, haben die denn im Winter die Säulen abgeschaltet?!

Okay dann Plan B. Neben der Rezeption gab es einen Aufenthaltsraum, dieser war offen und darin gab es eine Steckdose. Kurzer Check mit dem Handy - yep, Strom ist drauf. 

Ich habe echt eine große Kabeltrommel an Board, aber die Distanz war zu groß, d.h. ich musste die Luzie erneut auf eine der ersten Parzellen zwängen, damit das Kabel reicht.

Als das endlich geschafft war, die erneute Krise: es kommt immer noch kein Strom im Womo an... PANIK... Wie kann das sein?! Nach einem kurzen Aussetzer konnte ich wieder von meinem Verstand Gebrauch machen... Die Lösung muss also IM WOMO sein.

Und dann die Lösung: als ich heute morgen am Boiler rumgebastelt habe, habe ich kluges Mädchen natürlich die SICHERUNG rausgemacht... EIN KLICK und das PROBLEM WAR GELÖST. Oh mann, die ganze Umparkerei, Kabel verlegen etc. völlig umsonst - nur weil ich so ein Depp bin...

Aber lieber so als anders.

Und dann, als wir schon längst am Strom hingen, bin ich bei google ganz versteckt auf einen Hinweis gestoßen: evtl. hat die Batterie etwas mit dem Boiler zu tun...


Ich schalte den Boiler an - und siehe da, ER FUNKTIONIERT - das gibt's doch nicht!!! Ich führe einen Freudentanz auf, dass die Luzie fast mit mir mithüpft - und dann geht's endlich unter die Dusche!!!


MERKE: BATTERIE ZU SCHWACH - ELEKTRIK DES BOILERS SETZT AUS!!!


Durch die Rumschrauberei von mir macht er zwar jetzt manchmal komische Geräusche, wenn er auf 220V läuft, auf 12V gehts aber einwandfrei, das ist die Hauptsache.


Das war echt ein Tag, noch so einen brauche ich die nächste Zeit echt nicht!

Mir reichts für heute, Gute Nacht!

27.01.

Oh... heute ist mein Geburtstag:-) 27 Jahre... es wird mir ein bisl mulmig, die 30 rutscht unaufhaltsam näher... aber nicht heute*g*

Die Sonne strahlt so schön sie kann - nur für mich. Es ist ein herllicher Tag. Ich wecke Fine, sie hat natürlich nicht an meinen Geburtstag gedacht (ich habe ihr aber auch nichts verraten) - das war ihr sichtlich peinlich und sie war fast ein bisl sauer, dass ich sie nicht vorher daran erinnert habe. Also war das erste, was noch vor dem Frühstück erledigt werden musste, ein Geschenk basteln. Ich habe ein wirklich tolles LOOM-Armband und ein Geburtstagsbild bekommen.

Wir packen Rucksack, Decke und Sandspielsachen ein und dann kommen endlich mal wieder unsere Räder zum Einsatz. Von Sabbaudia aus fahren wir zum Monte Circeo. Die Straße führt direkt oberhalb des Strandes entlang, links und rechts des Weges immer mal wieder tolle Villen und Strandhäuser... teilweise sogar verkäuflich:-)

Am Fuße des Berges angekommen, suchen wir uns einen Platz am Strand. Hier legen wir eine Pause ein. Fine sammelt wieder einen Haufen Muscheln, wir spielen Fussball und machen Brotzeit. Es ist ein herrliches Gefühl: der Strand, die Wellen, die Sonne, die Natur des Nationalparks... ein einzigartiger Geburtstag.

Gegen 16 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Wir haben einiges zu fahren , bis wir "zuhause" sind und sobald die Sonne weg ist, wird es doch auch "kalt" - also nichts im Vergleich zu den Temperaturen in Deutschland zur Zeit, aber es reicht hier dennoch zum Frieren - zumindest wenn man ohne Jacke unterwegs ist :-P

Geburtstagsfestessen gibts keines, obwohl ich schon seit Tagen Lust auf frischen Fisch und Meerestiere habe...

wir sind ziemlich k.o. vom Tag, die frische Luft und Bewegung hat uns müde gemacht. Aber irgendwie "nerven" uns die Nachbarn, obwohl sie keinen Kontakt suchen und wollen, sind sie dennoch präsent, keine Ahnung, wir suchen uns spontan doch noch einen anderen Platz, und zwar in Sperlonga. Nicht weit, ca. halbe Stunde zu fahren, soll aber sehr schön sein, habe ich gelesen.

Wieder ist es ein Parkplatz im Wohngebiet, beleuchtet und schön ruhig gelegen, genau das richtige. Da es jetzt doch schon halb 8 ist, muss was schnelles auf den Tisch, wir haben Hunger! So gibts dann ganz einfach Schinkennudeln - super lecker... wer braucht da schon Frutti di mare ;-)

Danke auch nochmal auf diesem Weg für all die Glückwünsche, ganz egal auf welchem Weg Sie mich erreicht haben - ich habe mich total gefreut!!!

26.01.

Papa's Geburtstag:-)

Heute Nachmittag wollen Antonio und ich uns noch einmal treffen - dank Whatsapp schreiben wir seit Freitag eigentlich täglich:-)

Und ich muss unbedingt duschen!!! Da er erst am Nachmittag Zeit hat, nutzen wir den Vormittag um Gas und Benzin aufzufüllen. Dann der Schock - ich muss und möchte meine Haare waschen, doch der Boiler funktioniert nicht!!!! AAHHH - kurze Krise... Kalt duschen? NIEMALS!!! Also Topf auf den Herd, Wasser warm machen und Haare über dem Waschbecken im Bad waschen. Verdammte SCH..... Ich mag nicht schon wieder ein Problem am oder im Womo haben. Egal, erstmal muss die Verdrängungstaktik greifen, ich freue mich jetzt erstmal auf meinen Italiener:-)


Das Treffen war schön, ein bisl steif immer mal wieder oder sollte ich besser sagen ... ANGESPANNT ?! Jedenfalls ging es romantisch zu Ende;-) Obwohl Fine ihn dieses Mal ziemlich in Beschlag genommen hat - auch gut, ich habe es einfach genossen die beiden zu beobachten, wie sie ohne sich mit Worten verständigen zu können, dennoch miteinander kommuniziert haben - Fussball ist eben international... Und Fussball spielen kann er:-)

Aber die Zeit verging wieder wahnsinnig schnell, kaum hat man sich versehen, setzt schon die Dämmerung ein und er musste zurück nach Rom und wir zu "unserem" Parkplatz. Ein paar Stunden sind einfach viel zu wenig, wenn man sich so viel zu sagen hat...

Aber estmal habe ich genug mit mir selber zu tun, er mein Gefühlsleben ordentlich auf den Kopf gestellt in so kurzer Zeit - Respekt:-)


Sonntag, 25.01.

Heute steht auf jeden Fall Wäsche waschen auf dem Programm. Das ist dringend nötig... Nicht, dass wir nichts mehr zum Anziehen hätten, im Gegenteil, die Schränke sind immer noch gut gefüllt, aber die Dreckwäsche steht mir im Weg rum:-)

Zum Glück gibt es in Latina einen Waschsalon. Vorher möchte ich mir allerdings noch einen potentiellen Schlafplatz bei Tageslicht anschauen. Also lassen wir uns vom Navi zu den im Internet angegebenen Koordinaten führen.

Wir landen ca. 10 km außerhalb von Latina an einem Museum. Trotz Google habe ich nicht wirklich ruasbekommen, was es dort wirklich zu sehen gibt. Ich denke es ist eine Art Freilichtmuseum mit altertümlichen Gerätschaften. Anders als in Deutschland ist hier allerdings die Militärfraktion auch vertreten. Von außen kann man ein Flugzeug sehen. Besucht haben wir das Museum nicht, da es im Januar bereits um 15 Uhr schließt (es war schon 12.30 als wir ankamen) und der Eintritt von über 20 Euro mir für diese Zeit dann doch zu hoch war. Wir nahmen mit dem Gelände außenrum vorlieb, das auch einiges zu bieten hatte: Ein Restaurant, eine Bar, ein Kinderspielplatz, Bolzplatz und auch ein Grillplatz. Dies scheint im Sommer ein sehr beliebter Treffpunkt der Einheimischen zu sein, auf dem Rückweg versammelte sich ein ganzer italienischer Clan zum Picknick dort - toll: jeder hat etwas mitgebracht, eine lustige Runde, schön zu beobachten.

Doch wir mussten wieder zurück, die Wäsche wartete immer noch.


Einen Rat beherzigend, lieber nicht 2 x hintereinander am gleichen Ort zu übernachten, bezogen wir wieder unseren Parkplatz in Sabaudia. Dort haben wir uns einfach sehr wohl gefühlt.

Samstag, 24.01.

Wir haben super geschlafen und erholt beginnen wir den neuen Tag. Heute steht definitiv einkaufen auf dem Programm. Zuerst schauen wir uns mal in Sabaudia um. Hier entdecken wir einen Markt. Und zwar nicht einen dieser für Italien typischen Märkte, sondern einen ganz besonderen Markt. In Deutschland wäre das am ehesten passende Wort vielleicht "Kunsthandwerkermarkt". Hier wurde alles selbstgemachte verkauft, von Lebensmittel über handgearbeitete Textilien bis hin zu "Nippes". Sehr interessant auf jeden Fall.

Weiter geht es danach nach Latina, die nächstgrößere Stadt in ca. 10 km Entfernung mit ca. 140.000 Einwohnern - perfekte Größe würde ich sagen:-)

Nachdem wir für's Wochenende versorgt sind, geht es ab zum Strand. Ich habe immer noch den "deutschen" Rhythmus drin, was das Einkaufen angeht. Obwohl ich an jeder zweiten Ecke lesen kann "domenica aperto", also Sonntags geöffnet, bin ich Samstag immer noch auf einkaufen programmiert - total bescheuert. Und noch bescheuerter ist, dass ich eine Art schlechtes Gewissen verspüre, wenn ich Sonntags einkaufen gehe. Bisher haben wir das auch erst einmal gemacht. Wobei die schwerwiegenderen Gründe eher darin liegen, dass scheinbar ALLE Italiener SONNTAGS einkaufen gehen und es dann wirklich überfüllt ist. Wobei es auch an den Samstagen so voll ist... die angeschlagene italienische Wirtschaftslage spürt man in der Lebensmittelbranche DEFINITIV nicht.

Es ist nicht ganz so heiß wie gestern, aber die Sonne strahlt und ich freue mich, ednlich mal ein Buch in die Hand nehmen zu können, in dem KEINE Stellplätze verzeichnet sind;-)

Bevor es dunkel wird, suchen wir uns einen Schlafplatz, diesmal in Latina. Zwischen Einfamilienhäusern gelegen, beleuchtet und ebenfalls mit einem bewohnten Wohnmobil.

23.01. - Lazio


Wir sind noch ganz erschlagen von dem Tag gestern in Rom. So viele Eindrücke, so viele km, die wir zu Fuß zurückgelegt haben, wir sind platt. Erstmal Kaffee und dann das morgendliche Programm abspulen: Während Fine frühstückt, spüle ich schon mal ab. Danach Fine ins Bad schicken und sie zum Abtrocknen motivieren. In der Zwischenzeit mache ich mich im Bad fertig. Anschließend alles verräumen und verstauen, damit bei der Fahrt nichts zu Bruch geht und keiner ernsthafte Verletzungen davonträgt. Und schwupps, schon ist es gleich wieder 11 Uhr… Morgens rennt die Zeit immer. Jetzt noch schnell Frischwasser auffüllen und dann nichts wie ab zur Rezeption – wer nach 12 Uhr auscheckt muss einen Aufpreis zahlen.

34 Euro kosten uns die 2 Nächte in Rom. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, heißt es für uns nur noch raus aus der Stadt. Wir sehnen und nach Ruhe, Erholung, Sonne und Meer. Ein kurzer Blick auf die Karte, in den Stellplatzführer und die Camper-App und schon ist ein Ziel auf halber Strecke zwischen Rom und Neapel, gefunden. Sabaudia, nahe Latina, direkt an der Küste gelegen.

Fast schon aus Rom draußen, spielt mir das Navi wieder mal einen Streich und wir biegen falsch ab. Schnell mal umdrehen ist in Rom nicht, erst recht nicht mit der Luzie. Eine halbe Stunde später sind wir dann endlich wieder auf der Autostrada. Unsere Ungeduld wächst, aber die Straßen mit all ihren Schlaglöchern erfordern meine vollste Konzentration. Gegen 13.30 erreichen wir sabaudia, aber hier ein gewohntes Problem, der angegebene Stellplatz erschließt sich uns leider nicht… Aber Fine will ja eh erstmal ans Meer, also ab dahin. Wir finden einen tollen Parkplatz, direkt an den Dünen. Oberhalb des Strandes befindet sich eine Art Plattform aus Holz, hier lasse ich mich nieder. Für Fine gibt es kein Halten mehr, sie stürzt sich in die Sandmassen – Burg bauen. Um mich herum sind nur wenige Menschen, einige lesen oder spazieren vorbei. Ich hole erstmal tief Luft, genieße für einen Moment die Stille der rauschenden See und die Wärme der Sonnenstrahlen. Es macht sich ein sonderbares Glücksgefühl in mir breit, ich kann es zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Worte fassen – heute weiß ich, es ist diese innere Ruhe des angekommen seins… Falling in love with Lazio… das wird noch eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Doch schon kurze Zeit später fängt mein Hirn wieder an zu arbeiten, wo schlafen wir heute Nacht ist die wichtigste Frage jeden Tag. Ich liebäugele mit dem Parkplatz hier am Strand:-)

Ich spreche einen Italiener neben mir an und frage ihn auf Englisch, ob es hier erlaubt ist zu übernachten und ob es hier sicher ist. Die Antwort ist nicht zufriedenstellend, erlaubt ja, sicher auch, aber nachts ist das der Treffpunkt der ortsansässigen Jugendlichen, sodass es besser wäre innerhalb von Sabaudia zu übernachten, lässt er mich wissen. Irgendwie kommen wir ins Gespräch und ehe wir uns versehen sind gut 3 Stunden vergangen…. Darf ich vorstellen?! Sein Name ist Antonio, er wohnt in Rom, arbeitet für eine österreichische Firma und …. Ist Außendienst :-) Was auch sonst… Und ich habe mich schon gefreut, nach langer Zeit endlich mal wieder mit jemandem Deutsch zu sprechen, als ich das österreichische Kennzeichen bei unserer Ankunft entdeckte… Oh mann! Er hatte in der Gegend zu tun und hat zufällig in Sabaudia eine Pause am Strand eingelegt, bevor er in den Trubel Roms zurückkehrt.

Wir kamen auf das Thema Job, er wollte wissen, was ich beruflich mache und schwupps, hatte ich seine Visitenkarte und das Angebot, ihm meinen CV zukommen zu lassen – was will man mehrJ Tolle Landschaft, Sonne, Meer, und eine Zufallsbegegnung mit einem überaus gutaussehenden italienschen Außendienstler, der einem noch bei der Jobsuche behilflich sein möchte… Das Leben kann also doch nett sein zu mir – manchmal – bis zur nächsten Katastrophe:-)

Fine hat wirklich die ganze Zeit zu unseren Füßen im Sand gespielt, Muscheln gesammelt, Sandburg gebaut. Sie hat die Ruhe genauso nötig gehabt und sichtlich genossen. Es wird langsam dunkel und so gehen wir jeder seiner Wege, Antonio nach Rom zurück und wir nach „Sabaudia City“ - Ist ungefähr so groß wie Leini:-)

Unweit vom Strand finden wir einen Parkplatz – gegenüber einer Art Militärbasis und ein zweiter Camper steht auch schon dort, perfekt. Und es sind auch noch deutsche!!! Jackpot!!!

Ich klopfe freundlich und frage nach, ob man hier stehen darf. Die Antwort kratzt an der Grenze von Unfreundlichkeit, bestimmt und ziemlich kurz angebunden. Es schwingt die unmissverständliche Message „wir wollen keinen Kontakt“ mit. Okay, dann halt nicht:-)


Was ein Kontrast heute… da führe ich ein 3 Stunden Gespräch mit einem wildfremden Italiener auf Englisch – bin so stolz auf mich nebenbei erwähnt – und dann trifft man Landsleute, die so schrumpelig sind… Freaky.

Stolz, dass ich trotz der Übermacht des Wirtschaftsenglisch‘ aus Uni&Co. immer noch in der Lage bin eine völlig balastfreie, einfach Konversation zu führen:-)


22.01.

Rom

Ankunft abends, gegen halb 7 Uhr auf dem Stellplatz LGP, direkt in Rom gelegen. Wir wurden super freundlich empfangen, der junge Mann an der Reception hat sich Zeit genommen, uns einiges erklärt und uns eine super Karte zur Hand gegebenZum einen enthielt diese alle Sehenswürdigkeiten inkl. Straßennamen, aber auch die wichtigsten Verkehrsverbindungeorthin und auch wieder zurück:-)

Ich war gestern abend noch  fleißig und habe mir den ultimativen Plan für "ROM AN 2 TAGEN" ausgearbeitet. Na denn los gings. 

An der Rezeption unseres Stellplatzes konnte ich das Tagesticket für Bus, Tram und Metro kaufen, 6 Euro, da kann man sich nicht beschweren. Kleiner Smalltalk noch mit dem Rezeptionisten, diesmal ein älterer Herr, der nur wenig Englisch sprach - das sollte sich später noch als grober Fehler erweisen - dann gings ab zum Bus. Die Haltestelle liegt keine 50m entfernt und gerade in dem Moment kam der Bus. Also ein kleiner Spurt frühmorgens und schon waren wir drin.Nachdem ich meine obligatorische Visitationsrunde beendet und alle anderen Insassen gescannt hatte, ahnte ich immer noch nichts. Im Gegenteil, ich liebe es einfach Menschen zu beobachten und genieße es, die Vielfalt einer Metropole erleben zu dürfen. Doch langsam macht sich Besorgnis breit. Laut unserer super Karte sollte die Fahrt zum Hauptbahnhof ca. 15-20 Minuten dauern, je nach Verkehrslage. Wir sind jetzt schon deutlich länger unterwegs und weit und breit kein Hbf in Sicht.... Nach ca. 40 Minuten erreichen wir ein größeres Busterminal, aber nach Hbf sieht das nicht aus... 

Freundliches Nachfragen beim Busfahrer ergibt, dass dieser Bus zum Hbf fährt, ich könne aber auch den Bus nebenan nehmen. Wir bleiben lieber sitzen, da sind wir zumindest auf der sicheren Seite... Blöd nur, dass dieser Bus erstmal 20 Min Pause machte, bevor er sich zum Hbf begab. Ende vom Lied war, dass unsere Fahrt anstelle von 20 Min dann insgesamt 1,5 Std. dauerte. Top Einstand würde ich sagen, und mein Plan für heute ist auch kaum aus den Fugen geraten.... Ich weiß schon, warum ich Pläne so hasse:-) Zumindest saßen wir die ganze Zeit im Trockenen, in Rom regnet es heute in Strömen.

Unsere Ziel Nr 1, klar, Vatikanstadt. Leider habe ich die Peterskapelle gleich wieder vom Plan gestrichen, vorraussichtliche Wartezeit ca. 4Std. - im Regen.... die spinnen!!! Aber die Japaner scheinen da redlich schmerzfrei zu sein, einer nach dem anderen reiht sich in die endlose Schlange....

Wir nehmen mit der Engelsburg vorlieb - ziemlich gute Wahl. Tolles Schloß, inkl. Museum. Die dortige Ausstellung ist eine kleine Kopie von Perugias Nationalgalerie, diesmal also schnell abgehandelt:-)

Von der Dachterrasse der Engelsburg hatten wir trotz des Wetters einen Sensationellen Ausblick auf ganz Rom.

21.01. 

Perugia

Mit dem Bus ging es hoch rauf bis ins Centrum von Perugia. Irgendwie hat mich die Stadt nicht berühren können, obwohl sie wirklich ihren Reiz hat. Unser erstes Ziel - ungeplant - wurde die Nationalgalerie. Wir haben das Wetter unterschätzt, trotz Sonne war es sehr frisch. Scheinbar so kalt, dass Finefür  zum Aufwärmen sogar füHesur Kunst zu begeistern war:-) 

Leider traf die Austellung so gar nicht meinen Nerv: Darstellungen von Jesus und alles was dazugehört; im Gegensatz zu mir war Fine ernsthaft hellauf begeistert. Und wollte natürlich zu jedem Bild eine Menge wissen. Puh, mein Religionsunterricht ist verdammt lang her, musste ich feststellen. Meine grauen Zellen wurden ziemlich herausgefordert. Meine Geduld und Toleranz übrigens auch:-) Nachdem wir alle 44 Räume, verteilt auf 2 Etagen endlich durch hatten, war es dringend Zeit für eine Pause. Die Stufen der Kathedrale boten hierfür das richtige Ambiente. Inmitten einer Taubenschar... Danach gings planlos durch Perugias Gassen - bis sich auf einmal die ganze Stadt vor uns erstreckt. WUNDERBAR

20.01.

Aus einer Nacht wurden dann doch zwei. Lucignano hat uns einfach zu gut gefallen.

19.01.

Lucignano.

Bei Tageslicht gefällt uns unsere Standplatz fast noch besser, weite Wiese, viel Platz und wir haben komplett unsere Ruhe.

Ich bin immer noch Stolz wie Oskar, dass ich es geschafft habe, die Sat - laufen. Anlage auf Empfang zu stellen. Deshalb ist es heute auch gar keine Frage, was wir tun, das Womo wird keinen Zentimeter bewegt und der TV wird laufen:-)

Uns gelüstet es sowieso mal nach ein bisschen Faulenzen und Nichtstun, also gönnen wir uns eine kleine Auszeit. Pädagogisch sehr wertvoll darf Fine nach dem Frühstück ihren  Nachholbedarf an Kika stillen, während ich die Luzie auf Vordermann bringe. Blitzblank strahlt sie jetzt mit der Sonne um die Wette. Damit das auch noch ein Weilchen so bleibt, packe ich Rucksack und Fine und wir machen uns zu Fuß auf ins Dorf. Wunderschön verwinkelt und ein bischen verschlafen zeigt sich uns der alte Dorfkern innerhalb der Stadtmauern. Das Zentrum scheint heute vor den Mauern zu liegen. Dort befindet sich eine Bar, an der sich offenbar alles sammelt, was nicht arbeiten muss. Direkt gegenüber gibt es einen Park und einen Spielplatz - Achtung Mamis: inkl. Frischwasser direkt am Platz zum Händewaschen etc. UND mit Toilette. Wie genial.

Mit der untergehenden Sonne kehren wir zur Luzie zurück. Wir bleiben auf jeden Fall noch eine Nacht:-)

18.01.2015

Siena.

Unsere Nacht war nicht berauschend, besser gesagt meine. Fine's Schlaf ist ja durch nichts zu stören. Bis spät in die Nacht war es ein Kommen und Gehen auf dem Parkplatz. Autos neben uns, schlagende Türen, Menschen die sich unterhalten. Ziemlich unbehaglich lag ich lauschend im Bett, bis ich irgendwann doch eingeschlafen bin.

Am Morgen musste erstmal umgeräumt, eingeräumt und ein bisl was repariert werden, unser Flaschenregal hat sich verabschiedet und ist auseinandergefallen. Mit "Bombenfest" und Akkuschrauber bin ich ihm auf den Leib gerückt und es wieder hinbekommen. Gegen Mittag war alles erledigt und da entgegen der Beschreibung im Stellplatzführer weit und breit keine Bushaltestelle zu sehen ist, fahren wir los, um einen Parkplatz zu finden, von dem wir irgendwie die Altstadt erreichen können. Einmal rum um Siena finden wir einen wirklich tollen Parkplatz. An einer Art Park inkl. Spielplatz für Kinder und Hundeplatz - einer Eigenheit in Italien.

Siena - ich kann es kaum in Worte fassen, die Stadt hat mich völlig in ihren Bann gezogen...

Wunderschön, markant, verwinkelt, aber dennoch sehr offen.

Erste Station unserer Besichtigung ist das Castell. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt und die Umgebung. Das Wetter ist traumhaft, dementsprechend toll ist die Aussicht.

17.01.2015

Wenn ich gewusst hätte, was heute auf mich wartet, dann hätte ich mich ganz tief im Alkoven versteckt...

Wir wollen nur weg von Florenz, es hat mich gestern nur Nerven gekostet und bei meiner Irrfahrt durch die Stadt habe ich nichts entdeckt, was mich zum Bleiben veranlasst hätte.

Mein Navi spinnt heute - oder wir haben uns die besch... Ecke der Stadt ausgesucht, keine Ahnung. Wir zwängen uns durch engste Gassen, rechts und links habe ich max. 40 cm, wobei darin auch noch Treppenstufen hervorstehen und Roller geparkt sind. Die Mauern, welche den Weg begrenzen, sind alles andere als gerade, sodass ich meine Augen überall haben muss: Oben Alkoven, vorne die Straße und beide Ausßenspiegel... Ich bete, dass uns jetzt bloß kein anderes Auto entgegenkommt.

Geschafft, ich will nur weg....

Doch das war erst der Anfang. Wir kämpfen uns wieder Berge rauf, enge Straßen, viel Verkehr. Und dann führt uns der Weg einen langen, halbwegs geraden steilen Berg rauf - meine Überraschung heute. Im letzten Drittel nimmt die Steigung nochmal ein kleines Stück zu - das Ende: die Reifen drehen durch, quietschen, rauchen, das Womo stellt sich langsam quer. Keine Chance hier raufzukommen. Handbremse ziehen - sie hält... Puh. Erstmal Warnblinker an und durchatmen. Fine kriegt die Krise neben mir, ich beruhige sie, obwohl mich der Blick in den Rückspiegel erstarren lässt: ca. 20 Autos hinter mir. Ein italiensches Hup-Konzert der besonderen Art. Dass keiner aussteigt ist alles... Zumindest hier Glück gehabt.

Ich tue das, was ich tun muss, ich setze zum Rückzug an; und zwinge alle anderen Verkehrteilnehmer das gleiche zu tun, denn die Straße ist so schmal, dass keiner an mir vorbei kommt, dachte ich... Die italienischen Rollerfahrer belehren mich eines Besseren. Sie zwängen sich trotzdem irgendwie an uns vorbei...

Zentimeter um Zentimeter geht es RÜCKWÄRTS die ca. 600 Meter runter. So angespannt war ich schon lange nicht mehr. Hochkonzentriert schaffe ich das scheinbar Unmögliche: ich habe uns heil da runter gebracht... Fix und fertig, alles zittert; aber den Führerschein für Womos habe ich nun endgültig mit Bravour bestanden:-)

Jetzt nix wie raus hier, immer den Schilden Richtung Autostrada folgend dauert es dennoch eine gefühlte Ewigkeit, bis wir Florenz endlich hinter und lassen. Diese Stadt und ich werden keine Freunde mehr werden. Obwohl sie uns das größte Geschenk machte, dass wir uns wünschen konnten: den Gasadapter:-) Hassliebe sozusagen.


Wir nehmen unsere nächstes Ziel in Angriff: Siena.

16.01.2015

Imola - Marradi - Barbarino - Florenz

Regenwetter -> Ikea Italien:-)

Horrorfahrerei,wir finden keinen Stellplatz... entweder wir finden an der angegeben Adresse keinen oder er ist geschlossen, echt super. 

Einer Eingebung folgend halte ich an der nächstbestenTankstelle und versuche erneut mein Glück bzgl. Gas - und siehe da, es gibt dochnoch jemanden da draußen, der es gnädig meint mit uns;-) Nicht nur, dass die Tankstelle einen ensprechenden Adapter besitzt, nein, sie verkauft diese auch!!! Leute, wir haben einen GASADAPTER, Flasche ist voll, wir sind wieder unabhängig!!!

Jetzt nur noch irgendwo einen Platz zum Schlafen finden.Wir übernachten außerhalb von Florenz, in Pratolino, Via Fiorentina.

Alternativ wäre auch Trespiano, Via Bolognese ein geeigneter Parkplatz.

15.01.

Jesolo - Vendig - Mesola - Imola

Ein Tag der eigentlich nur Fahrer war.

Pause haben wir in 

 

Übernachtung in Imola

14.01.

Venedig

Ich habe extra den Wecker auf halb 8 gestellt, dass wir früh gleich loskommen und den Tag nutze können. Laut Aussage des Campingplatz warte würden ab 7 Uhr morgens die Busse alle halbe Stunde zur Fähre fahren und die Tickets könnte ich morgens bei ihm erwerben.

Also Fine wecken, Brotzeit schmieren, Rucksack packe  und nix wie los. Mittlerweile ist es halb 10, doch die Rezeption des Campingplatzes ist VERSCHLOSSEN!!! Ahlen was ist denn hier schon wieder los? Ich treffe auf einen Mann, der ebenfalls auf dem Campingplatz residiert, welcher mir den freundlichen Hinweis gibt, mich an die angegebene Telefonnummer zu wenden. Gut, dass ich die italienische Sim inkl. Freiminuten habe :-) Am anderen Ende der Leitung meldet sich ein sichtlich verwirrter Italiener, der mir in einem Mischmasch aus  italienisch und englisch erklärt, dass er auf seine kleinen Enkel aufpassen müsse und nicht kommen könne. Klasse. Aber in der Bar nebenan könne man ebenfalls Tickets kaufen. Vielleicht - aber definitiv nicht morgens um halb 10 Uhr... Meine Laune sinkt schon gegen Null, als der freundliche Herr sich erneut sehr hilfsbereit zeigt. Er begleitet uns zur Bushaltestellen und wartet gemeinsam mit uns auf den nächsten Bus. Dort erklärt er dem Busfahrer dann die Problematik - wie gut, wenn man die Landessprache beherrscht....

Ende der Geschichte war, dass Mr. Busfahrer uns zum Hauptbahnhof brachte und uns persönlich zum Ticketschalter begleitete:-) Das nennt man mal Service!


Und hier eine kleine Fotostrecke von Venedig:

Und zum Schluss noch eine Besonderheit in Venedig - diese findet ihr hier.

13.01.2015


Es hilft alles nichts, wir müssen heute irgendwie die Gastankflasche füllen. Dazu muss der Adapter passen. Wir brauchen ein Reduzierstück. Zum Glück gibt es in Castelfranco einen OBI. Leider bekommen wir nicht alles was wir brauchen. Der nächste OBI ist in Venedig - Mestre. Prima, da wollen wir ja sowieso hin. Das Personal ist sehr freundlich, bemüht uns zu helfen, aber ein passendes Gewindestück gibt es auch hier nicht. Dafür bekommen wir die Adresse eines Sanitärmarktes, wo wir fündig werden sollten. Leider spricht der Verkäufer kein Englisch. Dafür mischt sich ein anderer Kunde in unserer Gespräch - auf deutsch:-) Was für eine Überraschung. Er nennt uns einen kleinen Gashändler, welcher auch Zubehör verkauft. Mit seiner Wegbeschreibung ausgestattet, geht es weiter - finden aber den Laden nicht. An einer kleinen 2-Mann Tankstelle inkl. Werkstatt frage ich nach. Und wieder gibt es dort jemanden, der super Englisch spricht und sehr hilfsbereit ist. Er zeigt uns den Weg inkl. Parkmöglichkeit.

Ein uralter Italiener ist der Inhaber des Gasgeschäftes. Mit Händen und Füßen verständigen uns. Auch hier gibt es nicht wirklich das passende, die Größe des Gewindes stimmt zwar, aber die "Ringe" sind zu schmal. Naja was solls.

An der nächsten Tanke mit Gas versuche ich mein Glück und hoffe, dass ich betankt werde. Selber Gas befüllen ist nicht in Italien. Der ältere Herr klärt mich auf, dass Gasflaschen generell nicht betankt werden dürfen in Italien. NA SUPER, die ganze Rennerei und Sucherei heute umsonst. Ich bin echt deprimiert...

Wir fahren weiter, wollen raus aus Venedig und von Cavallino aus unseren Trip nach Venedig starten.

Wir erreichen den Ort im Dunkeln, die nächste Überraschung: sämtliche Stellplätze weit und breit entweder nicht vorhanden (Parkverbot) oder geschlossen. Ich bin schon völlig k.o. aber wir müssen weiter, also zurück nach Jesolo.

Dort werden wir dann wirklich fündig, scheinbar der einzige offene Campingplatz weit und breit, Camping "Don Bosco".

Ein gut aussehender junger Mann begrüßt uns, 10 Euro pro Nacht inkl. Strom und Wlan, da kann man nicht meckern.

Toiletten und Sanitärbereich ist wirklich sauber, Strom ist gut abgesichert, sodass nicht dauernd die Sicherung fliegt und das Internet baut auch relativ zeitnah eine Verbindung auf. Sogar Skypen ist kurzzeitig möglich:-)

Wir gehen bald schlafen, morgen gehts früh raus und auf nach Venedig.

12.01.2015

Tag 1 nach dem Anruf. Ich stehe immer noch unter Schock, fühle mich wie unter eine Glocke, alles zieht gedämpft an mir vorbei. Kraft zum Skifahren bringe ich heute einfach nicht auf. Fine kümmert sich rührend um mich und gibt mir so unglaublich viel, obwohl sie selbst sehr traurig ist.

Was tun ist die Frage? Nach Hause fahren? Das war mein erster Gedanke, aber was würde das ändern? Nichts. Wahrscheinlich würde es mir noch schlechter gehen, zumal ich nicht mal wüsste, wo ich hin sollte. Wohnung habe ich ja keine.

Nein, wir fahren weiter. Ich brauche Zeit. Zum nachdenken, es ist vieles falsch gelaufen, vor allem ich habe grobes Fehlverhalten gezeigt. Vielleicht würde ich durch die Reise neue Kraft tanken können. Ich kämpfe mich also tapfer weiter... Diesmal die Berge runter - was fast noch schlimmer ist als rauf.

Über Trento geht es weiter in Richtung Venedig. Unterwegs kommen wir am Lago di Caldonazzo vorbei. Hier machen wir einen Zwischenstop und gehen ein Stück spazieren, Beine vertreten und sich von der Natur gefangen nehmen lassen. Auf andere Gedanken kommen.


Es ist wie verhext mit dem Fahren, es dauert nicht lang und die Gedanken machen sich selbstständig... Kopfkino der schlechten Art, die Gedanken drehen sich ständig im Kreis, es kommt nichts dabei raus, aber aufhören geht auch nicht.

Die frische Luft, die Eindrücke und das Laufen helfen ein wenig. Nach einer knappen Std. fahren wir weiter.

Ich mache mit Sorgen um unseren Gasvorrat. Die Tankflasche geht langsam zu neige und mein Adapter passt nicht, falsche Gewindegröße... Deshalb suchen wir heute nach einem Stellplatz mit Strom. Cittadella lautet das heutige Etappenziel. Doch dort angekommen: Fehlanzeige - kein Stellplatz weit und breit. Also weiter nach Castelfranco Veneto. Im hinteren Teil des Coop-Parkplatzes liegt der Stellplatz. Schranke offen, also kostenlos - dafür ist der Strom ebenfalls abgestellt, na super. Trotzdem bleiben wir.

11.01.2015

Die Sonne weckt uns in unserem Hinterhof. Kurz überlege ich, die Stadt zu besichtigen, da wir gestern im Vorbeifahren die tolle Uferpromenade beleuchtet sehen konnten. Aber wir müssen unbedingt duschen und Fine nörgelt, dass sie Skifahren will. Also suche ich im Internet nach einem Schwimmbad in Trento und wir machen uns auf den Weg. Aber als wir ankommen, erwartet uns ein Schwimmad ohne Wasser... leider geschlossen. Nachfragen ergibt, dass scheinbar ALLE Schwimmbäder in Trento zur Zeit geschlossen sind und gereinigt werden... Super. Also ab in die Berge, nach Vason.

Die Fahrt bringt mich zum Schwitzen, steile Berge, enge Straßen, viel Gegenverkehr und Serpentinen so eng, dass mein Navi ständig "Wenn möglich bitte wenden" verlauten lässt.

Am Lift angekommen, kein Parkplatz. Klar, es ist Sonntag und alle Italiener scheinen nochmal Skifahren zu wollen. Wir fahren ein kleines Stück weiter und finden einen großen leeren Parkplatz, wo wir auch bleiben. Erstmal Heizung an, dann Boiler anschmeißen, heute wird das erste Mal im Womo geduscht:-)

Ich habe ein bisl Angst, bin Wassergeschädigt was das Womo anbelangt, aber es hilft alles nix, wir müssen duschen.

Zu meiner großen Überraschung klappt es einwandfrei, Wasser ist sogar fast zu heiß, Wasserdruck stimmt und es ist einfach herrlich:-)

Frisch geduscht, ist und heute eher nach einem ruhigen, als nochmal raus in die Kälte und Skifahren. So belassen wir es heute bei Spielen und lesen und faulenzen.


Es ist eine himmlische Ruhe hier in den Bergen und eine breite Zufriedenheit erfüllt mich.

So hoch oben, der Natur so nahe und als es dunkel ist, scheinen die Sterne greifbar zu sein...


Doch die Ruhe wird aprubt unterbrochen, als mich abends ein Anruf erreicht. Die Freiheit und alles was damit zusammenhängt, fordert ihren Preis.

Dieser Preis heißt in meinem Fall Beziehung.

Fassungslos schockiert und unendlich traurig stehe ich inmitten der Bergwelt. Durch die Einsamkeit hier oben in den Bergen wird das Gefühl des Verlorenseins noch verstärkt. Ganz deutlich spürt man, wie klein und unbedeutend man sein kann.

10.01.2015

Sterzing - Bozen - Trentino


Wir haben gut geschlafen in Sterzing, obwohl wir direkt an der Autobahn standen. Gegen halb elf ging es dann weiter Richtung Bolzano.

Kurz nach Sterzing ging es dann über den Pass. Glück für uns, dass es so wenig geschneit hat, die Straße ist offen, zumindest tagsüber. Ab 20 Uhr ist sie geschlossen.

Unser Womo war wirklich ein absoluter Glücksgriff. Trotz der Länge und des Gewichtes kämpfen wir uns Serpentine um Serpentine weiter nach oben. Die Landschaft rechts und links ist der Wahnsinn - Märchenwald à la Ronja Räubertochter - und dazwischen blinzelt die Sonne. Ein toller Anblick. Je höher wir kommen, desto karstiger wird es und der Schnee nimmt zu.Doch oben angekommen auf fast 2000m Höhe erwartet uns ein atemberaubender Ausblick:

Und dann folgt eine der Überraschungen, für die ich das Camper-Leben soooo liebe:-)

Wir sind direkt in einem Skigebiet, völlig unverhofft kommen wir bei strahlendem Sonnenschein in den Genuss des Skifahrens!

Luzie abstellen und Schneezeug anziehen. Fine fährt Ski, ich natürlich Snowboard.

Habt ihr das letzte Bild gesehen? Es ist unglaublich... 24,3 Grad am 10.01.2015... ES IST EIN TRAUM...


Gegen 16.30 Uhr treten wir die Weiterfahrt an. Die Sonne ist jetzt weg, wir müssen ja noch sicher über den Pass kommen und unbedingt heute noch Bozen erreichen.

Dort hatte ich die Hoffnung, dass wir die italienische Simkarte bekommen würden. Also rein in die Stadt. Das Fahren mit dem Womo in der Innenstadt ging außergewöhnlich gut. Als wir den "Wind"-Laden gefunden haben, fanden wir ihn verschlossen vor, ungewöhnlich für Samstag Spätnachmittag. Hilft alles nix, unsere Suche geht weiter. Den nächsten Verbsuch starten wir bei LIDL, in Deutschland kann man hier ja auch Simkarten kaufen. Die ersten 3 Verkäuferinnen, die wir fragten, sprachen weder Deutsch noch Englisch - in Südtirol! Doch sie trieben noch jemanden auf, der Englisch konnte. Zumindest bemühen sich hier alle sehr zu helfen. Die Info, die wir bekamen, lautetet Interspar bei Mc Donalds. Dort könne man sämtliche Karten kaufen. Also zurück zum Womo, Navi an und los. Das Ziel war schnell gefunden, doch hier das nächste Problem: Balken über der Einfahrt zum Parkplatz - 2,00m - da ist definitiv nix zu machen mit unseren 2,80 Höhe. Also einmal außenrum fahren und nach Parkmöglichkeit Ausschau halten. Gegenüber ist ein Platz auf dem LKWs übernachten, aber die Einfahrt ist weit und breit nicht zu sehen. Halbe Std. später sind wir dann endlich im Interspar - und wieder erstmal das Sprachproblem. Doch siehe da, eine der Kassiererinnen hat ein halbes Jahr in Frankfurt verbracht und konnte und helfen. Interspar verkauft nur Aufladebons, die Karte muss man im Mediaworld kaufen. Adresse`? Immer geradaus fahren.... nicht so weit. Hm Okay.

Also wieder ins Auto und immer geradeaus fahren. Nach ca. 10 Minuten geradaus dann das bekannte Zeichen MEDIAWORLD, hier bekannt als Mediamarkt. Perfekt. Parkplatz und rein. Ich erklährte mein Anliegen gleich auf Englisch, da es mit Deutsch in Sütdtirol zumindest in Bozen scheinbar nicht so weit ist. Gleich 3 Verkäufer standen mir zur Seite und suchten nach dem besten Tarif für mich - wohlgemerkt vertraten sie jeweils verschiedene Anbieter; das nenne ich echten Service. Unter Wissenswertes findet ihr die jeweiligen Anbieter und Möglichkeiten. Ich entschied mich für Vodafone.

20.30 Uhr saßen wir mit unserer SIM im Auto. Fine war heute echt top, hat alles super mitgemacht und war noch fit. Also fuhren wir noch weiter bis Trentino.

Dort fielen die ersten 2 Übernachtungsplätze raus, der erst war nur für PKW, auf dem

zweiten waren die 5 markierten Womo-Plätze alle belegt; von Italienern, welche ihre Womos dort einfach parken... Sauerei!

Letzte Möglichkeit also. Wir landen in einem Hinterhof, an einem Sportplatz. Bisl mulmig ist mir schon, aber es ist ruhig und beleuchtet und wir sind jetzt wirklich hundemüde! Also bleiben wir.


09.01.2015

Nesselwang - Sterzing/Südtirol

über Reutte Fernpass

 

Ankunft gegen 17.30 in Sterzing. Schnell noch in die Innenstadt, um eine italienische Sim-Karte zu erstehen. Leider gibt es hier nur einen TIM-Laden, das ist die italienische Telekom. Das Preis-Leistungsverhältnis passt für meine Bedürfnisse leider nicht... Schade.

Die anschließende Suche nach einem Übernachtungsplatz gestaltet sich schwierig, es ist schon dunkel, also nehmen wir mit dem Stellplatz an der Autobahn vorlieb, wenn auch mit gemischten Gefühlen.

Im Nachhinein waren alle Bedenken unbegründet, wir haben super geschlafen. Übernachtung inkl. Strom kostete uns 13 Euro.